Samstag, 12. Juni 2010

Wer suchet, der findet!

Freitag, 11. Juni 2010

Drei Dinge gehören zu einem guten Kaffee: erstens Kaffee, zweitens Kaffee und drittens nochmals Kaffee. (Alexandre Dumas)

Okay, wirklich gut war er nicht, der Kaffee, aber es war Kaffee, den ich morgens im Motel 6 bekommen haben. Er war braun und heiss und ich glaube sogar, dass das Pulver mal daran vorbei gelaufen ist. Fuer das was der Tag noch bringen sollte, waere ein bisschen „Staerke“ gut gewesen, aber weiss man das vorher?

Ich war frueh auf, bin mit den Hunden ne Runde raus und dann bloggen bis der Rechner raucht. Helmut hat die Kuehle und relative Lufttrockenheit und Moskito frei Zone ausgenutzt und ne Runde laenger geschlafen. Also so ein Bett ist einfach auch nicht schlecht. Nichts gegen den Van, aber zu dieser Jahreszeit, sind die Naechte die man darin verbringt schwitzig, mueckig und daher eher kurz (was so gar nicht wirklich sein Fall ist).

Heute ist Bonnys Geburtstag (der 14.) und so haben wir ihr - als Helmut dann wach war - ein Staendchen gesungen und ihr die Leckerle gegeben, die Tante Ines mitgegeben hat. Okay, sie schaute uns nur an wie: was wollt ihr den alle ... aber sie nahm den Cookie natuerlich gerne.

Nachdem wir noch ne Weile das WiFi ausgenutzt haben, sind wir dann gegen 9.30 - ohne Fruehstueck – los. Erstmal – wie jeden Tag – zum Laden, um uns mit Eis und Wasser einzudecken.

Dann verliessen wir Lake City. Ich durfte fahren. Okay, wir sind auch nur auf die Autobahn I-10 in Richtung Jacksonville. Ich musste an meine Schwester Doris denken, die dort ein paar Jahre gelebt hat und die ich 1989 auf meiner ersten Amerikareise besuchte. Irgendwie komme ich mir da jetzt so ein bisschen alt vor ...

Also gut, Jacksonville. Zunaechst war die Welt noch in Ordnung. Wir entschlossen uns nicht durch die Stadt zu fahren, sondern den Loop zu nehmen der aussen herum geht. Soweit so gut. Wir wollten natuerlich als aller erstes mal in Richtung Strand und schauen ob der Atlantik noch da ist. Er ist und wir stellten fest in Jax Beach ist man Hundefreundlicher, morgens vor um 9 und abends nach um 5 duerfen die an Strand. Okay, es war mittags um 12 und so warfen wir abwechselnd einen Blick darauf und es ging weiter. Jetzt wurde es schon ein wenig konfuser. Wir ueberlegten, es waere doch schoen, sich hier irgendwo ein Plaetzchen zu suchen und zu lunchen. Wir fuhren also die eine Strasse rein, da war nichts, also wieder raus. Die naechste rein und wieder raus. Ich muss mal, also erstmal einen Restroom suchen. Vielleicht auch mal tanken.

Nicht dass wir uns wirklich verfahren haetten, aber gefunden haben wir auch nichts. Helmut, der prinzipiell sehr geduldig ist, wenn ich fahre (vor allem wenn es nur ueber den Freeway ist ;-) wollte nun doch lieber selber wieder das Steuer in die Hand nehmen und ich las Karte. Etwas noerdlich von Atlantic Beach ist ein State Park und da gibt es sicher irgendeinen Platz, wo wir lunchen koennen. Wir muessen also erst ein bisschen die 10 lang und dann wieder rechts halten und dann ... so meine These. Helmut ist in solchen Dinge ein wenig unkonventioneller und sagt – womit er absolut Recht hat – nicht alle Strassen sind auf der Karte eingezeichnet und hier geht es bestimmt auch lang. Und umdrehen ist immer eine Option, die nur im aeussersten Notfall in Anspruch genommen wird. Nun, es ging da auch lang, nur nicht wo wir hinwollten. Doch es bescherrte uns eine kleine Rundfahrt durch das Wohnviertel des Ortes. Auch aufschlussreich.

Und dann, moment mal, das ist doch die Tankstelle von vorhin, oder? Ah und da vorne geht auch die A1A lang. Na, dann nehmen wir doch die bis wir eine andere finden. Diese fuehrte uns dann – fast ohne Vorwarnung – an eine Faehre. Der St. Johns Fluss fliesst so ziemlich quer durch Jacksonville (ja, wir waren immer noch hier) und an dieser Stelle gibts mal keine Bruecke. Ganz interessant fanden wir die „Fahrweise“ der Faehre. Wie in jedem Fluss gibt es natuerlich auch hier eine Stroemung. Das Schiff fuhr ihr entgegen, seitwaerts an die Einfahrt zur Anlegestelle und dann ‚trieb’ sie sozusagen in das genau passende ‚Dock’ hinein. Spannend.

So langsam waere es jetzt mal schoen einen Lunch-Platz zu finden, also steuerten wir einen an. Doch der sagte uns dann nicht zu und so fuhren wir weiter zum naechsten. Da war doch was – aber schon waren wir vorbei. Ah, hier der State Park. Hm, die wollen Eintritt und dann das Schild, dass wir ueberall zu sehen bekommen „No Pets allowed in Park“ und „No Pets allowed on Beach“. Seufz. Und was ist mit der Schildkroete hier? Die hatte sich wohl reingeschlichen ...

Also doch wieder zurueck zu dem anderen Platz, ein paar Meilen die Strasse zurueck. Hier machten wir dann endlich ne Pause und goennten uns ein Sandwich und ein paar Kekse. Theoretisch waere dieser Platz auch gebuehrenpflichtig gewesen, aber wir blieben ja gar nicht so lange und es kam auch keiner zum kontrollieren.

Jetzt hiess unsere Himmelsrichtung Norden und wir ueberlegen, den Highway 17 zu nehmen. Dann fiel Helmut aber ein, dass Winfried uns was erzaehlt hatte, dass bei Brunswick angeblich direkt an (bzw. in, naemlich auf dem Mittelstreifen) der I-95 ein altes U-Boot liegen sollte. Nun, ich denke entweder hat er uns auf den Arm genommen oder es hatte zuviele Unfaelle dadurch gegeben, jedenfalls haben wir es nicht gesehen.

Wir ueberlegen, dass Georgia nun schon der 5. Staat den wir auf dieser Reise durchqueren. Er empfaengt uns mit Regen, der zunaechst ziemlich heftig scheint, dann eher stetig wird.
So langsam denken wir auch mal darueber nach, wo wir uebernachten wollen und die Tatsache, dass von oben nass kommt, beeinflusst dies natuerlich. Auch die Tatsache, dass wir versuchen immer einen Campingplatz zu finden, der Internetzugang hat, grenzt die Optionen ein bisschen ein. Gerade heute braeuchten wir es, da Helmut bei einer Ebayauktion mitbieten will.

Doch noch sind wir unterwegs und haben dann erstmal einen kleinen Disput ueber den Zugang zum Meer. An diesem Teil der Kueste sind mehrere groessere Inseln (meist Naturschutzgebiete) vorgelagert und ich behaupte, man kommt da nirgends an einen Strand. Ich erwaehnte es zwar schon, aber hier noch mal zur Erinnerung: nur weil die Strasse nicht auf der Karte ist, kann sie trotzdem da sein. Stimmt theoretisch. Nun, Helmut will es wissen. Er sagt, da geht es zum Atlantik und so fahren wir mal in die Richtung. Ich will nicht sagen, dass es eine Irrfahrt war, eher eine Rundfahrt durch ein etwas abgelegeneres, touristisch nicht erschlossenes Gebiet war. Viel Marschlandschaft, aber auch Haeuser – von sehr gross und herrschaftlich bis Trailerklein und Schrott.
Wir hatten gerade diverse Buecher gehoert und gelesen, die in diesen Teilen der USA spielen und konnten uns das jetzt so richtig vorstellen ...

Wie schon ueberall in Florida, bestaunten wir auch hier die Palmen, die hier ueberall im Unterholz wachsen. Wild! Und ueberall woanders muss man sie um teures Geld erstehen; hier braeuchte man nur buddeln ...

Immer wieder mussten wir rechts oder links abbiegen und da es hier ueberhaupt keine Strassenschilder gab, konnten wir uns nur an der Himmelsrichtung orientieren – Dank dem, der den Kompass erfunden hat. Es war wirklich ganz interessant, aber zum Atlantik kamen wir nicht. Und hier - Dead End – drehten wir dann um und beschlossen das es gut ist ...

Ah, hier noch eine Sehenswuerdigkeit? Fort Harris – nun, das haben wir nicht gesehen, denn es war schon geschlossen.

Irgendwann hatte dann auch Helmut genug und so machten wir uns auf Richtung Richmond Hill. Wir hatten noch ein Roomsaver-Heft und wollten sehen, ob wir wieder ein billiges Motelzimmer bekommen. Es war immer noch alles ziemlich feucht und diese ‚sumpfige’ Gegend natuerlich auch ziemlich Moskitoverseucht. Wir versuchten es bei diversen Motel (die sind ja zum Glueck hier immer alle an einer Ecke) stellten dann aber schnell fest, dass entweder am Wochenende die Coupons nicht gelten oder die dann 10, ja sogar 15 $ pro Hund wollten. No way!

Der naechstgelegene Camping ein KOA. Also fahren wir mal da hin. Die Dame wollte uns zunaechst keinen Platz geben. Ein kleines Missverstaendnis, das wir ja „nur“ im Van unterwegs sind und nicht im RV und da wird man gleich in so ne ‚Hippie-Kategorie’ gelegt und die nehmen die nicht. Aber als dann Helmut sagte wir haben einen „Convertible“ wurde die Dame freundlicher (das bedeutet im Prinzip, dass man das Auto theoretisch in ein Wohnmobil umwandeln kann). Als sie uns allerdings erklaerte, dass der Platz fast 45 Dollar kosten sollte, beschlossen wir, es noch mal woanders zu versuchen. Um den Preis! Letztlich sind wir wieder im Motel 6 gelandet, denn das ist billiger als der KOA. Dafuer gibts ein eigenes Bett und Bad und natuerlich WiFi ... dieses wollte allerdings erstmal nicht funktionieren. Doch ein Anruf bei der Hotline, schaffte Abhilfe ...

... auch Clyde mag Motelbetten ...

Ein spaetes Abendessen, Hunde spazieren und ein wenig fernsehen und dann ‚call it a day’!

Fehlender Ehrgeiz erspart den Kauf eines Navigations-Systems: Wer kein Ziel hat, kann sich nie verfahren. (KarlHeinz Karius)

Freitag, 11. Juni 2010

Florida fuer Anfaenger

Wer an der Küste bleibt, kann keine neuen Ozeane entdecken. (Magellan oder Kolumbus oder einer von denen ...)

Donnerstag, 10. Juni 2010 / Wir wollten den Ventilator nicht die ganze Nacht laufen lassen, da er auf Autobatterie laeuft und anschieben ist beim Van nicht, so war es streckenweise ein wenig warm. Die Hunde hoerte etwas vom Wildlife draussen und diese ungewohnten Geraeusche brachten sie dazu, sich ab und an bemerkbar zu machen, aber alles in allem einer sehr ruhige Nacht

Ich stand wie immer frueh auf und nutzte den herrlichen Morgen fuer einen Spaziergang mit den Hunden. Ich glaube denen gefiel es hier auch, gleichwohl sie nicht so begeistert sind, dass sie immer an die Leine muessen. Aber wir haben ihnen erklaert, dass sie – vor allem nach Bonnys Sprung in den Alligatorbayou – fuer den Rest der Ferien ‚Leachrestriction’ haben. Sozusagen Leinenarrest ...

Und waehrend Helmut noch den Schlaf der Gerechten schlief, setzte ich mich hin und maltretierte die Tasten an meinem Schleppi. Zwar gibts keine Internet, aber dann ist der Tetxt schon man geschrieben. Ein Hotspot wird sich dann schon finden.

Ein ausgiebiges Fruehstueck in der Sonne war ein guter Start in den Tag. Ich gebe zu, die pick-farbenen Tischdecke ist geschmackssache, aber bei nem geschenkten Gaul ... und so. Dann hiess es packen, wir duschten nochmal und los gings. Also wenn die Hunde hier an den Strand duerften, haette ich glatt gesagt, wir bleiben noch ein wenig. Aber so ...

Heute wollten wir es etwas schlauer machen und als aller erstes nach einem Walmart Ausschau halten. Und dies nicht nur, weil wir Eis fuer den Cooler brauchten – in der Waerme haelt es nicht sehr lange – sondern wir wollten auch unseren Obst- und Wasservorrat auffuellen. Irgendwie zieht sich dass dann zeitmaessig immer so ein bisschen, da wir natuerlich auch noch die Restrooms ausnutzen usw. Aber letztlich ging es wieder on the road, die 90 entlang der Kueste nach Osten. Rechts von uns die beruehmt-beruechtigte Airbase von Pensacola. Ein riesen Gebiet, eingezaeunt und abgegrenzt.

Entlang der Kueste fanden wir nun ein paar Orte, die so richtig so aussahen, wie man sich Florida eben vorstellt, so mit Palmen und Tourihotels und weisser Sandstrand. Ab und zu fuehrte die Strasse auch ein wenig mehr durchs Hinterland, da sah man dann die von diversen Hurrikans gestrippten Baeume.

Wir hatten noch ueberlegt, ob wir vollends die 90 fahren oder die I-10 nehmen. Auf letzterer wuerden wie definitiv schneller vorwaerts kommen. Hier standen wir nun erstmal im Stau (der erste bisher auf der Reise). Doch das Hoerbuch von unseren Freunden (Der traeumende Delfin) half ueber die Wartezeit und drum wir schon mal hier sind, wollen wir auch was sehen. Also Freeway links liegen lassen und schoen immer am Wasser entlang. Als wir aus den grossen Touristenorten raus waren, wurde der Verkehr auch deutlich weniger.
Die zwei Hundies lagen hinten im Auto und schliefen anstatt mal aus dem Fenster zu schauen. Wie Babies eingelullt vom Brummen des Motors. Kein Wunder sind die Nachts immer putzmunter.
Nicht nur wir brauchen hin und wieder Fluessigkeit um zu funktionieren, sondern auch unser bester Dodge. Er ist ja schon ein wenig ein durstiger und so muessen wir ab und zu mal tanken. Wir beobachten unterwegs immer die Benzinpreise und zwischen 2.78 und 2.43 per Gallone haben wir schon so ziemlich alles gesehen. Nun war es mal wieder soweit, der Van hatte Durst, welches er uns durch das Aufleuchten der Zapfsaeule im Amaturenbereich anzeigte. Helmut ist da immer ziemlich gelassen und meint: ah wir koennen noch mindestens 25 Meilen weiter fahren. Ich zittere da schon lange und sehe uns vor meinem geistigen Auge schon am Strassenrand stehen und auf die RoadSide Assistance warten. Nein, die Tankstelle ist noch zu teuer, da vorne kommt bestimmt ne billigere ... so hangeln wir uns weiter. Mir bricht langsam der Schweiss aus, doch mein Mann bliebgt weiter ruhig. Da endlich eine, die den Sprit fuer 2.52 verkauft und ich kann Helmut ueberzeugen, dass das ein guter Preis ist. Er haelt dann auch und tankt und ich atme auf. Wir stellen dann fest, dass ist wirklich ein guter Deal gewesen. Irgendwie schafft er es dann ja doch immer, eine billige Tanke zu finden ... mpf.
Auf unserer Weiterfahrt entlang der Kueste von Florida, sehen wir von Touriorten ueber Fischerdoerfer, Sandstraende und unbewohnte Suempfe so ziemlich alles. Es waere wirklich schade gewesen, dies alles auszulassen.

Auch dies sehen wir und Helmut erlaubt sich die Bemerkung: wir sind doch hier nicht in Rumaenien ...
Was die Oelpest angeht, stellen wir fest, dass die Medien mal wieder sehr uebertreiben. Ja, ich finde auch, jeder Tropfen Oel der ins Meer fliesst ist ein Tropfen zuviel und jeder Vogel der stirbt ist ein Vogel zu viel. Aber uns faellt auf, dass es an den Kuesten selber nicht so schlimm ist, wie es suggeriert wird. Die Bilder, die durch die Berichterstattung im Kopf entstehen entsprechen (noch) nicht den Tatsachen. Die Hilfsmannschaften schaffen es doch viel von dem Oel schon auf See einzudaemmen, so dass es gar nicht erst in grossen Mengen an die Straende geschwemmt wird.  Nicht das ich diese Katastrophe verharmlosen will, auf keinen Fall, aber wir haben an der Kueste selber davon nicht viel gesehen. Es wird auch ueberall noch gebadet und wir haben nirgends gesehen, dass Straende gesperrt waren. Dies gilt aber nur fuer die Bereiche der Kueste Louisianna / Mississippi / Alabama / Florida, die wir gesehen haben.
Wir haetten ja gerne eine Weile an einem der schoenen Straende gesessen und gebade und so, aber leider duerfen unsere zwei Loewchen da nirgends hin und so – keep on rollin’.

Auffallend finden wir die vielen Bruecken, die sie hier fuer die Kuestenstrasse gebaut haben. Vieles ist Sumpflandschaft und es gibt einige Fluesse die es zu ueberqueren gilt. Doch auch zu den vorgelagerten Inseln haben die Amerikaner, wo ueberall sonst eine Faehre fahren wuerde, ellenlange Bruecken gebaut.

Urspruenglich hatten wir ueberlegt heute schon fast bis an den Atlantik zu kommen, aber die Strasse zog sich dann doch ganz schoen lange hin. Auch ueberquerten wir in der Naehe von Cameron, Fl die Grenze und haben jetzt Easternstandardtime. Das heisst wir verloren sozusagen eine Stunde.
Inzwischen fuhr ich mal wieder und so langsam machten wir uns Gedanken, wo wir uebernachten sollten. Helmut studierte das Campbook und guckte ein paar Plaetze aus. Dann kam uns aber noch eine andere Idee. Wir hatten in dem Souveniershop bei der USS Alabama ein „Roomsaver“-Magazin mitgenommen. Das ist ein Heftchen, mit lauter Coupons fuer Motel / Hotels. Ein Blick dorthinein verriet uns dass es in Lake City ein Motel 6 gibt, wo wir fuer 36 $ uebernachten koennten. Der Entschluss fiel schnell, da es auch schon auf 21 Uhr zuging. Dank meines Co-Piloten war das Motel gleich gefunden, die hatten auch noch ein Zimmer und der Coupon galt tatsaechlich. So zogen wir ein mit Sack und Pack.

Zum Abendessen gab es fuer die Hunde ne Dose Filet Mignon und fuer uns ein MRE. MREs sind Meals ready to eat. Diese wurden von der FEMA und anderen oeffentlichen Stellen gleich nach dem Hurrikan Ike ausgeteilt. Auch bei Helmuts Arbeitsstelle gabs welche und obwohl wir sie nicht brauchten, holte er zwei. Einfach so, mal zum testen. Bisher hatten die immer im Schrank gelegen, aber nun fanden wir es war an der Zeit diese zu probieren. Nachdem er die Bedienungsanleitung entziffert hatte, bescherrte uns dies zum Abendessen Nudeln mit Sauce (fast heiss, da ist so ein Dings dabei, dass man es aufwaermen kann – ich weiss aber nicht genau wie das funktioniert) und zum Nachtisch ein Kuchen. Mit dabei sind auch Kraeker und Peanutbutter, getrocknete Cranberries und Salz, Streichhoelzer und – ganz wichtig – zwei Kaugummis.

Nach diesem kulinarischen Erlebnis (es war wirklich ganz gut), gab's noch einen Walk fuer die Dogs und dann hiess es Feierabend, immerhin war es schon 23 Uhr. Gaehn.

Der Vorhof zur Hoelle

Mittwoch, 9. Juni 2010

Wache stets auf wie ein Kind, um die Welt auf's neue zu entdecken. (Manfred Schröder)

Die Nacht war etwas kuehler als die letzte und durch die abendliche Dusche waren die Voraussetzungen fuer einen erholsamen Schlaf fast perfekt. Leider jedoch waehrte das Gute nicht lange, denn ein Moskito hatte beschlossen es sich bei uns im Auto bequem zu machen und sich zwischendrin immer mal wieder einen Drink meines Blutes zu genehmigen. Also ich weiss nicht, was dieses Moskito an mir so berauschend fand, aber das koennen wir Nicht-Vampire wohl nicht nachvollziehen.

Vor einer ganzen Weile schon kam die Marke OFF – die in USA marktfuehrend in der Herstellung von Mueckenabwehrsprays, -kerzen, -lampen etc. ist – mit einem neuen Geraet heraus. Eine tropfenfoermige, etwa getraenkedosengrosse Plastikvorrichtung mit Clip um dies z.B. an den Hosenbund zu haengen. Im Inneren befindet sich ‚Repellent’ und ein kleiner Propeller, der diesen Geruch um einen herum verteilt und dass soll dann angeblich Muecken verjagen. Wir dachten uns, dass koennte ja auch auf so einem engen Raum wie unserem Van funktionieren. Tut es auch, aber es verjagt die Muecken eben nur und toetet sie nicht. Meine Beine waren wohl ausserhalb des Wirkungsbereiches ... hmpf.

Jedenfalls kaempfte ich eine ganze Weile mit dem Moskito, bis ich beschloss mich mit Autan einzureiben. Eine Lotion gegen Muecken, aber ich finde sie ziemlich klebrig und mag sie daher nicht besonders. Doch in diesem Falle erschien mir das das geringere Uebel ... Endlich schlief ich ein. Doch dann - puenktlich um 6 – weckte mich ...wer wohl?

Also stand ich auf und liess die Hunde raus und beschloss aufzubleiben. So hatte ich dann ein wenig Zeit, in aller Ruhe den Morgen zu geniessen.Helmut nutzte eben die Ruhe um auszuschlafen.

Da wir schliesslich im Urlaub sind und nicht auf der Flucht, liessen wir uns an diesem Morgen auch richtig Zeit. Gemuetlich fruehstuecken, mit den Platznachbarn quatschen (das ueberliess ich Helmut, der ist ein besserer Socializer als ich), ein bisschen im Internet surfen und bloggen, nochmal die Dusche ausnutzen (wer weiss wo wir am Abend landen werden) usw. Sehr urlaubsmaessig auf jeden Fall.

Gegen 10.30 machten wir uns dann auch den Weg. Heute durfte ich mal fahren. Wir sollten Eis fuer den Cooler besorgen, ansonsten fehlt es an nichts. Nun erstmal fuhren wir noch einmal an den wunderschoenen Strand in Gulfport / Biloxie, den wir gestern schon bewundert hatten. Auch gibt es hier Casinos und Hotels und so ... Also ich koennte mir gut vorstellen, hier mal ne Woche – oder auch zwei - Urlaub zu machen. Durch die Lage (Louisiana ist weiter ins Meer vorgelagert und schuetzt so diesen Bereich, dies erklaerte ein Platznachbar auf dem Camping uns) sind die Straende hier bisher auch von der Oelpest im Grossen und Ganzen verschont geblieben.

Doch alsbald verliessen wir Mississippi und machten uns auf den Vorhof der Hoelle (so hatte unser Freund Charlie Alabama einmal tituliert) zu erkunden. Okay, wir wuerden nur einen ganz kleinen Teil davon zu sehen bekommen, aber vielleicht wuerde das genuegen um diese Aussage zu bestaetigen. Entlang der 90 East, auch in der Hoffnung irgendwo wuerden wir noch Gelegenheit bekommen Eis zu besorgen – wir hatten naemlich immer noch keines ... Erstes Ziel Mobile. Ich fahre, Helmut liest Karte und dirigiert. Ich stelle fest: auch Maenner koennen das nicht so unbedingt immer perfekt, denn prompt verfahren wir uns. Aber letztlich sind wir aus der Stadt raus.
Leider haben wir den total coolen Tunnel verpasst, aber was soll’s. Ein Stueck die Strasse runter ist ein Historic Side – eine historische Sehenswuerdigkeit, die wir uns anschauen wollen. Hier liegt eines der grossen amerikanischen Schlachtschiffe, die USS Alabama. Okay, ich persoenlich bin jetzt nicht so ein Technikfreak, aber es ist durchaus imposant anzuschauen. Auch sind hier alte Flugzeuge (unter anderem ein B-52 Bomber), Panzer und Geschuetze ausgestellt.

Wir laufen eine Runde ueber den Platz – so kriegen die Hundies gleich ihren Spaziergang – bemerken dann aber zum ersten Mal richtig, dass wir ein wenig eingeschraenkt sind mit Ihnen zu reisen. Es ist viel zu heiss, sie alleine im Auto zu lassen und in das „Museum“ (das Schiff) duerfen wir sie nicht mitnehmen. Ich schlage Helmut vor, alleine zu gehen, da mich das so oder so nicht so interessiert, aber er beschliesst, das es ihm genuegt, das Ganze von aussen mal gesehen zu haben und so geht die Fahrt bald weiter.

Sicher koennen wir noch irgendwo an einer Tankstelle halten und Eis kaufen. Die Getraenke koennen ein wenig Waerme durchaus vertragen, aber der Schinken? Doch irgendwie kriegen wir den Dreh nicht und den Weisungen meines Co-Pilots folgend, schwingen wir uns auf die I-10 in Richtung Osten.

Und je weiter wir nach Osten kommen, um so mehr bekommen wir nun doch von dem Oel zu sehen, das als Lachen auf dem Wasser schwimmen. Es sind keine so veheerenden Mengen, wie man auf Grund der Medienberichte vermuten koennte, aber trotzdem. Wir sehen sie auch nicht auf dem Meer selber, sondern in den Fluessen, von denen es hier massenhaft gibt. Und ueberall sind die gelb / orangenen Barrieren ausgelegt ...

Alabama hat nur einen sehr kleines Stueck Land entlang des Meeres und so verlassen wir es recht bald wieder. Es ist heiss, aber den Vorhof zur Hoelle koennen wir so nicht ganz bestaetigen. Wir sind wohl doch schon etwas abgehaertet.

Der Tip eines Campers vom Platz in Gulfport fuehrt uns nach Pensacola, Florida, der dritten US-Staat, durch den wir an diesem Tag fahren. Er hatte uns von einem alten Fort und einem Park und schoenen Campground erzaehlt und nach ein paar Recherchen hatte Helmut selbigen auch gefunden. Wir wollten nun herausfinden, ob der Herr uns einen guten Tip gegeben hatte oder nicht. Wir fanden heraus, er hatte.

Vorgelagert auf einer Insel, faehrt man zunaechst ueber eine gebuehrenpflichtige Bruecke. Dann gelangt man in einen richtigen Touriort – so wie er ueberall auf der Welt sein koennte. Laeden, Hotelbunker, Apartments etc. Naja. Aber hier gibt es sicher irgendwo jemanden, der uns Eis verkauft ... doch schon sind wir aus dem Ort wieder raus und fahren in Richtung State Park.

Am Eingang erkundigen wir uns nach den Camping-Moeglichkeiten und ob es zufaellig auch einen Laden gibt. Ja, geht alles und wir muessen nicht mal Eintritt zahlen, da wir einen Jahrespass fuer National Parks haben (der auch fuer sehr viele State Park etc. gilt).

Ein wenig erinnert uns die Strasse an die White Sands. Wir fahren bis zum Ende, denn dort liegt Fort Pickens. Eine ziemlich grosse Verteidigungs-Anlage die in verschiedenen Kriegen genutzt wurde um den Tiefwasserhafen von Pensacola vor Angriffen zu schuetzen - die jedoch nie stattfanden. Sehr imposant. Helmut macht sich auf, diese zu erkunden waehrend die Hunde und ich im Schatten am Eingang sitzen bleiben (die zwei duerfen da nicht rein) und Leute beobachten (eine meiner Lieblingsbeschaeftigungen).

Hier finden wir dann auch einen Laden und koennen endlich Eis fuer den Cooler kaufen. Und die Hunde hatten sich schon so auf den Schinken gefreut (die essen den naemlich auch noch, wenn er bisschen ‚overdue’ ist) ...

Es ist 5.30 und wir beschliessen uns jetzt am Camping anzumelden und einen Platz fuer die Nacht zu suchen. Noch ein kurze Halt an einem Aussichtspunkt. Helmut geht, ich bleibe bei den Hunden, denen der Zutritt zum Strand hier ueberall verwehrt ist; was natuerlich daran liegt, dass die meisten Leute es wohl nicht schaffen wuerden ihre Hunde an die Leine zu nehmen und deren Hinterlassenschaften aufzusammeln.

Nun wie ich da so sitze und schaue, sehen ich anderen Autos kommen und wegfahren. Unter anderem ein junger Typ. Ich denken noch, typisch Ami, der laesst den Motor laufen, waehrend er rumlaeuft ....Nun, irgendwie hatte er sich wohl verkalkuliert, denn als er zuruck kommt, verweigert im das Auto den Zutritt. Er hatte den Schluessel stecken lassen und nur die Fernbedienung mitgenommen. Diese funktionierte aber nicht, solange innen der Schluessel steckte .. Er kam zu mir und fragte ob ich einen Kleiderbuegel habe (ich glaube der hat zuviel Fernsehen geschaut) was ich verneinte. Aber, meinte ich, ich koennte mir vorstellen, dass mein Mann irgendwas hat, was er benutzen koennte. Der waere aber gerade an den Aussichtspunkt gelaufen. Da ich nicht vom Auto weg wollte ging der Typ ihn holen und nun kruschtelten die zwei in Helmut „Werkzeugkiste“. Alles was sie fanden – was fuer diesen Zweck tauglich sein koennte – waren ein paar Zeltheringe. Helmut McGyver kam auf die Idee sie mit Klebeband (aus seiner Wunderkiste) zusammenzukleben, damit dies provisorische Werkzeug lang genug ist . Es dauerte eine halbe Ewigkeit, aber letztlich – woran ich nie gezweifelt hatte – schaffet Helmut es die Beifahrertuer zu oeffnen. Also wenn das mit dem legalen Geldverdienen mal nicht mehr klappt ...

Der Typ war heilfroh, natuerlich. Es stellte sich noch heraus, dass er bei der Army sein und hier stationiert. Urspruenglich kommt er aber aus Montgomery Texas, was bei Livingston ‚um die Ecke’ ist. Es gibt ja keine Zufaelle ...

Als wir dann letztlich zur Camp Registration kamen, war schon geschlossen. So suchten wir uns einfach einen schoen Stellplatz und schlugen unser Lager auf. Nach dem Abendessen drehten wir noch ne Runde ueber den Platz und stellten fest, wir hatten uns das ruhigste Eck ausgesucht. Wer weiss, was man uns zugewiesen haette, denn wir sehen ja schon ein wenig verwegen aus (vor allem Helmi mit seinem 5-Tage-Bart) und dann nur nen Van und so (bisschen Hippimaessig) ... Nun, es gibt ja keine Zufaelle ...

Als es dann vollends dunkel war sind wir ins Bett. Helmut hatte den neuerworbenen Ventilator montiert, der ein wenig fuer Abkuehlung sorgte. Ich hatte vorsichtshalber ne lange Hose und ein langaermeliges T-Shirt an wegen der Moskitos. Na dann Gute Nacht!

Mittwoch, 9. Juni 2010

Who Dat!

Lieber ins kalte Wasser springen und einen kleinen Schock erleiden, als lange Zeit in der Hitze davor zu schmoren! (Florian Ebner)

... und ich gebe es zu, haette ich in dieser Nacht einen Pool in der Naehe gehabt, ich waere bestimmt ein paar mal hineingesprungen. Denn es war heiss. Dazu kam eine Luftfeuchtigkeit von ca. 85 % ... Wir sind das ja prinzipiell mal gewoehnt und mir macht auch Hitze nichts aus. Aber zum Schlafen, ist das doch eher unangenehm, da ist schon nach kuerzester Zeit alles durchgeschwitzt ist. Wir sind eben doch schon Klimaanlagen verwoehnt und muessen uns erst langsam wieder and das Natuerliche herantasten. Dazu kam die ungewohnte, auf so einem Parkplatz auch unruhige Umgebung, die nicht nur uns, sondern vor allem den Hunden zu schaffen machte. Okay Bonny hoert nichts und schlaeft daher auch recht ruhig, aber Clyde ist ein guter Wachhund – in diesem Falle zu gut. So bekamen wir in dieser Nacht eher wenig Schlaf. Das hat aber auch Vorteile, so ist man frueh wach und kommt bald los.
Doch bis dahin dauerte es noch eine Weile, denn erstmal hiess es noch Fruehstuecken. Die Hunde meckerten, weil in ihren Schuesseln das taegliche Stueck HotDog fehlte (baeh, nur Trockenfutter?!). Wir hielten es – wie wir es unterwegs immer tun – klassisch mit Brot mit Cream Cheese.
Helmut liess es sich auch nicht nehmen noch mal im Laden zu schauen, ob es nicht batteriebetriebene Ventilatoren gibt – so wegen Luftbewegung in der Nacht und so ... Aber gegen 8.30 waren wir dann so weit und es hiess: hit the road. Weiter auf der 182, nach Osten, entlang der Louisianna Coast. Diese ist gepraegt von Sumpflandschaft. Nichtsdestotrotz wohnen hier eine ganze Menge Leute. Meist in Trailer oder Mobilhomes, aber es gibt ein paar richtig schoene alte Haeuser, so wie man sie sich in den Suedstaaten vorstellt (zumindest jeder der von „Vom Winde verweht“ angeschaut hat). Wir beschlossen, fuer uns ist das nichts, aber es ist sehr interessant es mal gesehen zu haben.

Fuer mich als inzwischen Profibotaniker (*raeusper*) waren natuerlich die riesigen Life Oaks und Magnolienbaeume interessant. Und die Blumen, die hier wild am Strassenrand wachsen, verkaufen wir im Laden um teures Geld. Wir wunderten uns auch, was die wohl auf all diese Feldern anbauen. Ich meine, was ausser Schilf waechst in so einem Sumpf? Wir sehnten uns ein wenig in die Zukunft, wo man in so einem Fall einfach seinen holografischen ‚On-board-Fremdenfuehrer’ aktiviert und nachfragt ...

Unser naechstes groesseres Ziel war New Orleans. Wir dachten uns, wenn nun schon mal hier in der Naehe sind, sollten wir es uns ja auch mal angeschaut haben – zumindest aus dem Auto heraus. Gesagt getan.

Hier moechte ich noch eine Anmerkung machen, vielleicht als kleinen Trost fuer alle. Helmut und ich haben selten irgendwelche Auseinandersetzungen und wenn wir verreisen sind wir uns in – ich sag mal 90 % - aller Dinge einig. Doch wenn wir mal ins diskutieren kommen, ist meistens die Landkarte Schuld. Wirklich, wenn die nicht genau anzeigen, wo es lang geht, mein Frauenrechts nicht als Links interpretiert wird und dann noch irgendjemand beschliesst ploetzlich an der Strasse rumzubauen, sie gar zu sperren, kann es durchaus zu einem Wortwechsel ueber die Kompetenzen der Frau im Strassenverkehr und beim Kartenlesen kommen. Aber wir sind ja erwachsene Menschen und schafften es die Meinungsverschiedenheit zu ueberwinden ohne die Scheidung einreichen zu muessen.

Doch zurueck nach New Orleans. Um in die Stadt zu kommen (zumindest von Westen her) muss man zunaechst den Mississippi ueberqueren. Ein gewaltiger Fluss! Ich staune immer wieder, wenn ich die von Menschen erschaffenen Bruecken sehe, die solche Stroeme ueberqueren. Und weiter durch die Stadt. Ueberall trifft man auf franzoesisch, was ich ja richtig nett finde. Natuerlich liessen wir es uns nicht nehmen, eine Tour durch das French Quarter (Bourbon Street) zu drehen. Ausgestiegen sind wir nicht, denn es war uns schlicht zu voll und ausserdem regnete es gerade. Uns fiel auf, dass wir noch nie so viele Bier- und Spiritouosenlieferwagen auf einem Haufen gesehen hatten. Auch sind wir nicht solche Bargaenger, dass wir die Vielfalt eben dieser hier ausnutzen wuerden. Alles ist auf Touries getrimmt und von den Hurrikanschaeden nichts mehr zu sehen. Okay, been there, done that.



New Orleans’ grosser See wurde ja traurig beruehmt durch Kathrina. Heute nun lag er friedlichst da und sich die Zerstoerungskraft vorzustellen fiel schwer. Wir hatten beschlossen, wir machen den kleinen Umweg und fahren den Causeway, der mitten hindurch geht. 24 Meilen Bruecke! Wiev iel Beton die wohl verbaut haben?


Da wir wie erwaehnt noch kein Campbook fuer den Suedosten der USA hatten, hatten wir uns vorab ein AAA-Buero (das ist wie ADAC in Deutschland) ausgeguckt und das war dann auch unser naechstes Ziel. Die Dame hier war sehr freundlich, als sie hoerte wir sind Deutsche und wollte uns gleich mit Kartenmaterial etc. ueberschuetten – alles fuer umsonst (weil Helmut den ADAC erwaehnte – gleichwohl seine Mitgliedschaft seit etlichen Jahren abgelaufen ist ;-)

Und dann machten wir, dass wir aus Louisianna wegkamen. Irgendwie lud dieser Staat (zumindest der Teil den wir gesehen hatten, nicht zum verweilen ein. Auf unserer Weiterfahrt die Kueste entlang, sahen wir sie dann doch noch, die Auswirkungen der Oelpest. Nein, keine Oelteppiche, aber Arbeiter die Barrieren an den vielen kleinen Fluesse auslegten, die hier von und zum Meer fliessen.

Am Strand von Gulfport / Mississippi, fanden wir sogar ein paar schwarze Klumpen, aber ob die nun vom Oel sind, wissen wir nicht. Alles in allem, war es hier aber supersauber und wir vermuteten, dass am Wochenende Halligalli ist. Wirklich ein toller Strand, doch auch hier liefen schon Herren in Leuchtwesten am Strand entlang und hielten Ausschau nach Oel und dessen Rueckstaenden. Traurig, wenn so eine Kueste verseucht wird ...

Wir beschlossen in Gulfport zu bleiben. Noch mal in nen Laden, paar Kleinigkeiten besorgen, dann – da wir ja jetzt einen Fuehrer hatten – einen Campingplatz gesucht und gefunden. Ein huebscher Platz. Neben der Tatsache, das es WIFI gibt, war wohl die heisse Dusche am Abend das Beste. Ahhh es tat so gut den Schweiss abzuwaschen ... Jetzt koennen die naechsten Tage kommen.

Ich hatte noch eine kleine Auseinandersetzung mit meinem Laptop, die darin endete, dass ich am Auto etwas kaputt machte. Mein Akku war alle und ich wollte das Netzteil in den Zigarettenanzuender stecken. Der – sowieso schon wackelig – nun vollends im inneren des Amaturenbrettes verschwand. Zum Glueck habe ich einen McGyver dabei, der hats gerichtet. So konnten wir uns in aller Ruhe zur Ruhe legen.

PS: Wer sich ueber den Titel des heutigen Blogs wundert, Who Dat ist der Schlachtruf der New Orleans Saints, das Footballteam, dass unerwartet den letzen Superbowl gewonnen hat.