Mittwoch, 1. Juli 2009

Ein Foto ist so unvollkommen, wie ein Buch, von dem man nur den Anfang kennt. Die fehlenden Stücke lassen der Fantasie Platz ...

Fertig ist man nie, dass ist meine persoenliche Ueberzeugung. Aber um das Bild des Urlaubs, der in diesem Blog beschrieben ist, im wahrsten Sinne des Wortes ein wenig abzurunden, habe ich ein paar Fotos ins Netz gestellt. Zu finden hier!

Viel Spass beim schauen!

Donnerstag, 18. Juni 2009

Wenn wir die Bruchstuecke ...

... gluecklicher Augenblicke zusammensetzen, kann daraus ein Mosaik werden, das unser ganzes Glueck zeigen kann.

Daher als Abschluss, der Versuch eines Fazits:

Die Welt ist ein Buch, wer nie reist sieht nur eine Seite davon. (Aurelius Augustinus)

... das ist wohl wahr! Reisen bildet und auch wir haben wieder viel Neues erlebt und gelernt. Wir sind insgesamt ueber 4.000 Meilen (wobei der gesamte Blog 4 ½ tausend Meilen umfasst) gefahren; wir kommen mit mehr zurueck als wir weggefahren sind, soll heissen die Liste der Dinge, die wir noch sehen wollen ist wieder ein Stueck laenger geworden; unsere Hunde sind die perfekten Reisebegleiter; ich habe kein Gramm zugenommen; wir schaffen es aus dem Urlaub zu kommen und noch miteinander zu reden ;-) (jederzeit wieder liebster Helmut) und unser bester Dodge erwies sich einmal mehr als idealer fahrbarer Untersatz!

Was nun den Blog angeht – auch Neuland fuer mich – bin ich froh, dass ich den Schritt gewagt habe. Auch wenn manch ein Beitrag eher in Eile geschrieben wurde und so nicht unbedingt voll meinem persoenlichem Anspruch genuegt, so ist es doch ein schoenes Dokument dessen, was wir erlebt haben. Ich freue mich jetzt schon darauf, dies wieder durchzulesen (dann haelt der Urlaub ein bisschen laenger an).
Spannend war natuerlich auch der zeitgleiche Blog von Sanni.
Auch finde ich, was einen Blog ganz allgemein angeht, in jedem von uns steckt doch ein kleiner Voyeur im ganz positiven Sinn. Warum sollte man alle Erfahrungen unbedingt selber machen?

Bleibt mir noch ein ‘review’ fuer das Haus zu schreiben und meinen lieben Freunden und Lesern Astrid & Gerhard zu danken, die mich zum einen fleissig mit frischen Zitaten beliefern und die mir immer treu Kommentare geschrieben haben. So wusste ich doch, irgendjemand ausser mir liest den Blog und dafuer lohnt sich die Muehe schon!


Na dann, bis zur naechsten Reise ...

Das Leben selbst ...

Das Leben selbst ist wie eine Reise! schrieben mir meine Freunde aus Elgersweier vor der Abfahrt und das gereicht mir vorerst als Trost. So werde ich jetzt daran arbeiten, das naechste Ziel zu erreichen – diesmal ohne viele Meilen, dafuer dann eher mit etwas Arbeit ... aber davon berichte ich dann ein anderes Mal ...

Also ganz davon abgesehen, dass ich gerne unterwegs bin, ist auch schoen, wieder in einem normalen Bett zu schlafen und das eigene Bad zu haben.

Mittwoch, 17. Juni 2009 -
Doch hier nun der Bericht zu unserem ‚last Day on the road’. Los ging es mit – wer haette es gedacht – aufstehen. Heute mal ein bisschen frueher, freundlich geweckt vom Campingplatznachbarn, der seinen Truck warm oder kalt laufen liess – bei den Aussentemperaturen nicht wirklich nachvollziehbar - und er hatte so einen huebschen mit ‚kaputtem Auspuff’. Klasse! (Helmut sagt, der war nicht kaputt, der muss so sein - ein echter Trost)
Nun wir wollten ohnehin nicht so spaet los. Nachdem wir noch die Emails runtergelanden haben und die Bilder fuer das Posting hoch-, fahren wir ohne Fruehstueck los. Aus frueheren Zeiten weiss ich, dass dies zeiteffektiv ist und tatsaechlich, gegen 8.00 Uhr rollen wir vom Platz.
Noch eine kurze Tour durch die Stadt um zu tanken und Eis fuer den Cooler zu holen, schneller Halt bei WM um Wasser zu kaufen und dann ein Stopp bei den Golden Arches (McD) fuers Fruehstueck 2Go. Endlich bekomme ich mal wieder einen Kaffee (*lechz*), der recht gut ist und vor allem ziemlich heiss. Noch ein McMuffinEgg oder so aehnlich zum beissen, um dann wieder auf die Interstate 10 Richtung Sued-Osten zu fahren.
In Fort Stockton ist es immer winding (ich habe es noch nie anders erlebt) und Helmut meint, dass waere doch auch ein guter Platz fuer Windraeder. Prompt tauchen diese – fast wie ueberdimensionale Kreuze – auf den umliegenden Huegeln auf. Doch was wir aeusserst mysterioes finden ist, dass so gut wie alle still stehen, trotzdem ein kraeftiger Wind weht ... seltsam. Doch wir koennen des Raetsels Loesung nicht finden und geben uns damit zufrieden, dass die wohl wissen werden, was sie tun – oder auch nicht.

Weiter, weiter, Meile um Meile und ‚Moby Dick’ begleitet uns. Mir faellt mal wieder auf, wieviele zerfetzte Reifen hier an der Strasse liegen. Helmut sagt, weil die hier mit schlechterer Bereifung fahren, bzw. es gibt keine Mindestprofiltiefe und viele fahren mit zu geringem Luftdruck und so ... Well, wir haben auch mehrere Trucks gesehen, denen gerade ein Reifen platzte und die dann an den Strassenrand ‚humpelten’ ..

San Antonio umfahren wir grosszuegig. Angehalten wird nur fuer PPs und Fahrerwechsel. Huegellandschaft wechselt sich ab mit flachen Ebenen, es wird etwas gruener. Kekse und Chips halten uns wach.

Gegen Mittag telefoniere ich mit meiner Schwester Doris. Sie, ihre Kinder, meine Eltern und Desi waren ja die letzten, die das Ferienhaus verliessen. Ich will wissen ob noch alles okay war, schliesslich hatte ich die Reservierung gemacht und will mein Deposit zurueck ;-) Die sechs sind inzwischen auf dem Weg zum Grand Canyon um auch noch ein wenig Sight Seeing zu machen, bevor es zurueck nach Tacoma, Washington State geht (auch eine Strecke von ca. 1700 Meilen).

Unser Weg fuehrt uns durch flaches Cattleland direkt hinein nach Houston. Hier stehen wir natuerlich prompt im Stau – Grossstadt halt!
Gedanklich ist Helmut schon wieder bei unseren noch fertigzustellenden Haeusern und so fuehrt uns der Weg nach Hause ueber den LOWE’s in Kingwood. Er hatte im Internet nachgeschaut und festgestellt, dass die ein bestimmtes Material in einer besonderen Farbe (Desert Tan Roll Roofing) haben, dass der Lowe’s in Livingston nicht fuehrt. Und weil wir so oder so gerade hier vorbei kommen ... nur um dann festzustellen, die haben’s auch nicht. (*argh*)

Dann halt nicht! Es sind noch 50 Meilen nach Hause. Diese erscheinen uns – da nun auf altbekanntem Terrain (die 59 ist ja die ‚Flughafenstrasse’) – viel kuerzer und in null komma nix sehen wir schon unseren Lake. Er ist noch da und es ist auch noch Wasser drin! Um 6.30 kommen wir dann in der Kathy Lane an.
Ein erster Rundblick zeigt, dass noch alle Pflanzen nebst Schildkroete leben, das Haus noch steht (nur ein bisschen muffig ist, aber da wirkt Fenster und Tueren oeffnen Wunder) – und wir keinen Strom haben. Fiel mir auf, da die Fontaine am Teich nicht funktionierte. Mein erster Gedanke, den ich dann auch laut ausspreche: haben wir vergessen die Stromrechnung zu bezahlen? Ooopps! Doch ziemlich schnell klaert sich, dass der Strom in der ganzen Umgebung ausgefallen ist und dass noch nicht allzulange, denn Alles im Gefrierfach ist noch gefroren. Zum Glueck (ich erinneren mich mit Grauen daran, als meine Familie noch in Plieningen wohnte und von den Ferien nach Hause kam, um festzustellen, dass der Kuehlschrank ausgefallen war und dass ein paar Tage lang und im Gefrierfach war Fleisch ... und ich will das jetzt nicht weiter ausfuehren ...).

Nun, der Strom kam wieder und wir auch. Zurueck im Land der Pick-up Trucks und Mustangs (Ford), der hoher Luftfeuchtigkeit und Moskitos.

Mittwoch, 17. Juni 2009

Das Reisen will uns eines lehren: ...

... Das Schönste bleibt stets heimzukehren (Deutsches Sprichwort)

Nun wirklich damit uebereinstimmen kann ich nicht, bin ich doch eher der Typ „Zigeuner“, der lieber noch ein Stueck weiterfahren will. Nichtsdestotrotz sind wir wieder wohlbehalten in Livingston und muessen erstmal ankommen. So folgt der Bericht ueber unseren letzten Tag on the road morgen (Donnerstag).
Vorab mal eine Impression, wie es bei uns unterwegs im besten Dodge zugeht:

Clyde und Bonny

und natuerlich der Fahrer:
Helmut