Montag, 8. Juni 2009

Die Endlosigkeit der Praerie ...

... verflucht, gehasst, geliebt – hab ich sie!

Clyde weckt mich als er in dem Apartment ueber uns ein Geraeusch hoert. Hae wie geht das? Parken die hier doppelstoeckig?
Nein, wir sind inzwischen in Colorado Springs eingetroffen ...

Doch der Reihe nach. Oklahoma haben wir ja wirklich nur im aeussersten westlichen Zipfel gestreift und so sind wir eh wir’s uns versehen in Colorado. Es hiess auf dem Schild ‚colorful’ doch noch hat sich die flache eher gelbliche Grasslandschaft nicht wirklich veraendert.
Als wir gestern an einem Rastplatz hielten, stand dort etwas von Tornado Shelter – und ich muss zugeben, dass ich mir dass hier wirklich vorstellen kann.

In Lamar, CO aendern wir abermals die Richtung von Norden nach Westen. Hier wird es jetzt auch deutlich gruener, huegeliger und dann kommen sie in Sicht: die Rocky Mountains. Erst nur eine Ahnung in der Ferne, schimmern sie blaeulich am Horizont.
Doch mit jeder Meile Westwaerts werden sie groesser und majestetischer. Ich kann mir vorstellen, wie es den Pionieren ergangen sein muss, als sie diese gigantische Wand vor sich sahen. Da konnte einem die Hoffnung auf ein Erreichen des ‚gelobten’ Westens sicher vergehen ...
Und da ist auch schon der Berg mit Schnee zu sehen. Pikes Peak ist mit 14.000 ungrad Ft der hoechste Berg der Gegend und der Gipfel entsprechend weiss. Ich gebe zu mich froestelt bei dem Anblick!

Von Pueblo geht es auf die 27 wieder nach Norden. Ein kleiner Stau und eine Raststelle spaeter – die wir fuer einen nochmaligen Fahrerwechsel nutzen und ich ausserdem dazu, mich von Shorts und Shirt zu verabschieden: es ist kuehler geworden.

Kurz vor Colorado Springs telefonieren wir noch mal mit Winfried und vereinbaren einen Treffpunkt. Er arbeitet in einen kleinen State Park – Garden of the Gods – und da diese normalerweise immer recht gut ausgeschildert sind, durchaus geeignet als Anlaufstelle. Wir finden auch problemlos dorthin. Schon von weitem sieht man die Felsformationen, die dieser Gegend den Namen gaben. Ein paar Felsen, die spitz und roetlich in die Hoehe ragen. Bestehend aus einem extrem hartem Sandstein blieben sie in mitten der Auslaeufer der Rockies bestehen.

Und da sehen wir auch schon Winfried, da noch im Dienst ist er in Uniform. Natuerlich muessen wir kurz in das Visitor Center, das obligatorische Foto machen und durch den Souvenir Shop strunzen. Da es jedoch schon relativ spaet ist und die Sonne weg, beschliessen wir am Morgen wieder zu kommen.
Jetzt folgen wir Ines erstmal – wie es uns scheint – kreuz und quer durch die Stadt, bis hin zu den Apartmenthaeusern, wo sie wohnen. Inmitten von saftig-gruenem Rasen gelegen, umstanden von Baeumen und anderen Apartmenthaeusern.
Fuer uns mutet hier alles viel weniger amerikanisch an als bei uns in Livingston. Es gibt sogar richtige Buergersteige!
Waehrend Helmut und Dave (Ines und Winfrieds Sohn) sich als Grillmeister betaetigen – wobei hier Helmut seine in Texas erworbenen Kenntnisse unter Beweis stellt, gehen Ines und ich mit den Hundies spazieren. Zu Essen gibt es uebrigens deutsche Bratwurst und Kartoffelsalat – lecker!

Bis wir dann endlich ins Bett kommen ist es schon ziemlich spaet ...

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