Natuerlich war ich als erste wach. Falsch, Clyde war als erster wach, dann Bonny und dann ich – naemlich von den Gangstern geweckt. Also im „Schlafanzug“ raus und die Hunde geleert.
Spaeter, nachdem wir im Motel ein continental Breakfast hatten (sprich ‚suesse Stueckle’, Bluemchenkaffee, Kornflakes mit Milch und Waffel zum selbstbacken mit Sirup) sind wir noch mal kurz nach Bay City in die Stadt um fuer Heidi einen Badeanzug zu kaufen. In der entsprechenden Abteilung im Walmart traffen wir auf eine Verkaeuferin die uns gleich in deutsch - mit leichtem Akzent - angesprochen hat. Vor denen (Deutschen) ist man hier nirgends sicher ;-)
Dann endlich ging es an den Strand. Unser Lieblingsplatz in Matagorda war auch heute relativ leer. Den Hunden gefiel das natuerlich super und sie tollten in der Gegend rum (und schlafen heute nacht gut!).
Aber auch dieses Vergnuegen wurde getruebt. Aus irgendwelchen Gruenden war heute der Strand komplett Moskitoverseucht! Und die waren richtig aggressiv (wahrscheinlich weil nicht viel los war und sie so entsprechend wenig Blutspender fanden). Helmut – der eben ein ganz suesser ist – trifft es immer besonders uebel und bald hielten wir es nicht mehr aus. Da wir die Biester nicht verscheuchen konnten, verscheuchten sie eben uns – wir gaben auf und fluechteten.
Die Fahrt ging dann immer nach Norden weiter. Unterwegs ne kurze Mittagspause im Stehen und ein PP Halt, waren wir gegen 3 Uhr in Brenham. Hier gibt es nichts besonderes, ausser die Blue Bell Eisfabrik. Leser des Texas Newsletter erinnern sich vielleicht, dass wir hier schon mal waren. Natuerlich holten wir uns ein Eis – und ich holte mir sogar noch ne zweite Portion. Helmut freundete sich mit dem „Kuhmaedchen“ an ...
Dann noch in Huntsville an der Sam Houston Statue vorbei (ein riesen Teil, dass man ca. 20 Meilen weit schon sieht) und dann im Tiefflug nach Livingston.
Fazit, die Generalprobe verlief einigermassen (immerhin sind wir alle fuenf unbeschadet wieder angekommen), aber ich bin sicher das koennen wir noch besser. Alles war ziemlich improvisiert und somit etwas chaotisch ... Ach ja, wenn ich schon von chaotisch spreche:
Zuhause angekommen stellten wir fest, dass unser Gartenteich sich innerhalb von 48 Stunden in ein Paradies fuer Moskitos und Algen verwandelt hatte und wir hier noch eine Aktion starten muessen bevor es am Samstag los geht. Auch das noch!
Ausserdem stellten wir fest dass das einzige, was wir ueber unsere Reise wissen, ein ungefaehrer Plan der Route ist. Wobei Helmut sich inzwischen auch mal die Karte angeschaut hat und meinte ‚das ist aber knapp kalkuliert’ (nicht dass ich es schon immer wusste und Bedenken angemeldet haette, aber ich weiss dass er wirklich keine Zeit hatte ...). Genau genommen herrscht ueberhaupt noch das totale Chaos: Weisst Du wo die Kaffeekanne ist? Welchen Koffer/Tasche nehmen wir ueberhaupt? Neben wir dies und jenes mit? Wo soll dass alles hinpassen im Auto? Muessen wir noch einkaufen gehen? usw. ... aber das ist dann eine ganz andere Geschichte!
Ich beschliesse einfach mich dem heute Abend nicht mehr zu stellen, sondern - in Anbetracht meiner Muedigkeit (gaehn) und der Tatsache, dass um 3.30 Uhr der Wecker klingelt (ich muss um 5 bei der Arbeit sein) ins Bett zu gehen und alles andere wird sich dann schon finden ... verschieben wir's auf Morgen!
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