Ich wache auf von irgendeinem Geraeusch im Haus auf. Wahrscheinlich als Dwight aufsteht. Er ist im Normalfall der erste (wenn ich es nicht bin ;-). Auch Clyde ist davon aufgewacht und gibt nun wiederum keine Ruhe bis ich aufstehe und ihn rauslasse. Natuerlich ist auch Bonny dabei.
Inzwischen hat sich am Morgen schon ein Art Routine eingestellt: die ersten machen schon mal Kaffee und wir sitzen und quatschen.
Nach und nach tauchen dann die anderen auch auf und es ist Zeit fuer’s Fruehstueck. Fuer heute ist ein echt amerikanisches geplant: O-Ton Karen: cholesterol heaven – mit Bacon und Ruehreiern, Sausage und Toast. Lecker! Alle langten reichlich zu – wie immer.
Nach diesem ausgiebigem Essen, sind Doris und Karen zu Walmart, ein paar blieben mit den Kindern im Haus und Helmut, ich, Sanni, Kevin und Desi noch mal zur Mall. Allerdings sind wir diesmal jeder getrennt gegangen. Sanni – on a mission – wollte noch ein paar Sachen fuer Freunde besorgen. Ausserdem sagt sie, sie freut sich auf ... auf ... die klimatisierte Anonymitaet? frage ich? Genau. Okay. Auch ich streife 2 Stunden lang durch die Laeden. Finde zwar ein paar Klamotten, die mir gefallen, aber 150 Dollar fuer ne Jeans ist mir zuviel. Was mir auffaellt ist das Revival der 80er-Jahre-Mode. Ich sehen tuerkis und rot eingefaerbte Roehrenjeans, Poloshirts und Halstuecher – ist interessant, war das doch meine Teenagerzeit!
Kevin und Desi zeigen uns spaeter ihren Einkauf: Pilotsonnenbrillen; auch so’n Ding aus der 80ern.
Helmut hatte beschlossen noch ganz woanders hinzufahren. Er suchte einen Dollarstore und fand einen Buchladen. In jenem erstand er noch ein Hoerbuch fuer die Rueckfahrt (ganz klassisch Mobby Dick) und ein Lesezeichen fuer mich (obiges Zitat steht darauf und es hat fast die Form eines klingonischen Bathles ;-)
Danach ging dann ein jeder irgendeiner Beschaeftigung nach. Die Kinder schauten Pocahontas (vor ein paar Jahren war dieser Zeichentrickfilm der Renner – vor allem bei kleinen Maedchen), ein paar machten Mittagsschlaf und ein paar von uns sassen auf der Terrasse, klopften Sprueche und diskutierten – was liegt in Las Veges naeher – ueber den Unterschied der englischen Woerter fuer Glueck: Luck, Fortune, Happyness ... (if you’re lucky to be fortune you can be happy und dergleichen) …
Der Abend stand dann im Zeichen der Freemont Street. Als Helmut und ich die letzten Male in Vegas waren, war dies der Teil von Vegas, den wir am liebsten mochen. Irgendwie mehr ‚grounded’ als der Strip. Nicht so modern und glitzernd. Es gibt mehr Souvenirlaeden und da dieser Teil der Strasse eine Fussgaengerzone ist, muss man auch nicht dauern auf den Verkehr achten usw.
Nachdem nochmal eine kurze Diskussion entstand, wie wir es denn nun handhaben sollen (wer wann mit wem geht) einigten wir uns. Die Reynolds mit Layton und wir Walters fuhren im besten Dodge am spaeten Nachmittag los. Erst ein bisschen shoppen, dann beschlossen wir etwas essen zu gehen. Ein ‚all you can eat buffet’ – also einmal bezahlen und dann soviel essen wie man kann. Uah, dass sind die, bei denen man sich grundsaetzlich ueberisst ... aber sehr lecker!
Wieder draussen trafen wir uns mit dem Rest der Familie und schauten uns zusammen die Lightshow an. Ueber der Strasse ist eine Art Dach,
Die Kleinkinder wurden langsam muede und so strebte die erste Runde schon mal Richtung Haus. Wir anderen warteten noch auf die zweite Show. (genug Zeit um noch ein bisschen Geld fuer Souvenirs auszugeben, z.B. ein Sweatshirt fuer mich und einen Teddy fuer Clyde ;-).
Und es hatte sich gelohnt. Die zweite Show war zum Song von Don McLean ‚American Pie’. Die Freemont Street hat als Thema in diesem Sommer „Summer of 69“ und so wurden Bilder von vor 40 Jahren gezeigt. Das Tollste aber war: alle (okay, fast alle) die dort standen und die Lightshow bewunderten sangen mit! Hunderte von Leuten kannten zumindest den Refrain und so klangen all die Stimmen und .... Touchy!
Zum Ausklang gab es Popcorn und Chips und Dips und dazu fuer die einen Wein und Bier und die anderen (Helmut und ich) Cola und Wasser ... und bald verschwand jeder in seinem Bett!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen