Freitag, 12. Juni 2009

Es ist besser, ...

... einen Hund zu haben als eine Tochter. Ein Hund bewacht das Haus, eine Tochter wird es verlassen. (Aus China)

Ja, ich gebe es zu, Kinder sind anstrengend, selbst wenn es nicht die eigenen sind - oder gerade dann? Also ich fuer meinen Teil bin sie einfach nicht gewoehnt und musste mich daher von Desi, meiner 14-jaehrigen Nichte (und professionelle Babysitterin) belehren lassen: die sind immer so (*stoehn*) ....

Der Tag fing frueh an, mit Hunde rauslassen (heute war nur Dwight schon wach), Kaffee und auf der Terrasse sitzen und quatschen. Als dann so nach und nach alle aus den Betten krochen und wach wurden (schaetze bei vielen ist es genau die Reihenfolge), gabs Fruehstueck.

Anschliessend sind ein paar von uns noch mal zum Lebensmittelladen. 11 Erwachsene und 3 Kinder schaffen es ziemlich schnell den Kuehlschrank zu leeren. Interessanterweise entbrennen keine grossartigen Diskussionen darum, was wir essen und trinken. Okay, der Kuehlschrank ist gross genug, jedem seine ‚kleine Extrawurst’ unterzubringen, aber ich bemerke, dass wir doch alle ziemlich easy zu handhaben sind was die Nahrung angeht – selbst die Kinder!

Und dann war es soweit, das erste Highlight des Tages. The Queen of Lion Dogs hat naemlich Geburtstag (sie ist jetzt im besten Alter von 13 Jahren) und die Kinder liessen es sich nicht nehmen dies gebuehrend zu feiern. Erst wurden Geschenke eingepackt (Leckerle), dann ein Kuchen aus kleinen Kugeldonuts geformt, 13 Kerzen darauf und die natuerlich angezuendet. Wir haben stil gerecht Happy Birthday gesungen, anschliessend die Kerzen ausgeblasen und dann die Donuts gegessen. Der Geburtstagshund bekam natuerlich die Hunde-Cookies, die sie mit Clyde schwesterlich teilte.

Nun waren hauptsaechlich die Kinder schon satt. Wir anderen machten uns ueber die Reste von gestern Abend her. Also selbst aufgewaermt schmecken die Burgers noch!

Doris hatte von jemand gehoert, dass es in der Stadt auch ein „Casino“ fuer Kinder gibt. Natuerlich koennen die kein Geld gewinnen – es aber ausgeben. Im Circus Circus gibt es Spiele (Ball werfen etc. ) wo sie einen Teddy oder so abgreifen koennen. So machten sich dann nach dem Lunch Doris mit Joleen und Layton, Sanni und Jens mit Luise, Karen und Dwight mit Kevin und Desi und meine Mum auf dies zu erforschen. Daddy und Helmut waren als Fahrer abkommandiert (hinbringen, absetzen, irgendwann wieder abohlen).
Ich beschloss es in diesem Falle mit einem Ausspruch meiner aeltesten Schwester zu halten (an dieser Stelle ein Hallo nach Deutschland), die meinte: den Stress kann ich mir in meinem Alter nicht mehr antun ;-))
Aber im Ernst, ich gierte nach einer Stunde in Ruhe lesen, schliesslich haben meine Eltern mir auch noch Lesefutter mitgebracht und auf das eine Buch bin ich schon ganz gespannt (Tadelloeser & Wolff von Walter Kempowski). Bis dann endlich alle aus der Haustuer raus waren, dauerte es eine Weile, aber dann war ich mit den Hunden allein! Ah, was fuer eine himmlische Ruhe! Wie war das noch mit dem Laerm – man hoert in oft erst, wenn er weg ist!

Um nun einen Bericht zu eben jenem Ausflug zu bekommen, verweise ich mal wieder auf Sannis Blog „NichtzuHause“!

Zum Lesen kam ich dann nicht so wirklich, denn Helmut, Daddy und ich sassen und haben uns unterhalten – ohne andauernd unterbrochen zu werden. Das war auch richtig gut!

Doch mit dem Frieden war es dann auch bald wieder vorbei, naemlich als die ganze Bande wieder auftauchte. Leben in Haus und Garten. Luise lief herum und jeder musste auf einem Zettel unterschreiben. Sogar die Hunde wurden auf dem Dokument verewigt ...

Abends kamen wir wieder einmal in den Genuss des Grillmeisters: es gab leckere marinierte Steaks, also echtes BBQ. Dazu natuerlich stilgerecht baked Potatos und baked beans. hmmmmm!

Die Kinder nahmen noch ein Bad im Hot Tub. Ausklingen liessen wir den Abend dann mit einer kleinen Diashow. Das heisst, wir sind natuerlich modern mit Laptop und Beamer, aber das nur am Rande.
In den 80ern hatten wir ein Wohnmobil – das gute alte Hymer namens Cubitus – und mit Doris eine fleissige Fotografin. Vor ein paar Jahren habe ich die Negative mal ‚restauriert’, sortiert und Bilder machen lassen. Diese hat mein Dad eingescannt und so entsstand eine CD mit Erinnerungen an die Urlaube. Es gab, wie man sich vorstellen kann, viel Gelaechter und ‚guck mal da’ und ‚wie siehst denn Du aus’ und fuer die Kinder ‚das ist deine Mami’ (der es dann wahrscheinlich ein bisschen peinlich war) ... Toll!

So langsam lichteten sich die Reihen und gegen 23.00 Uhr waren alle in ihren Zimmern und Betten verschwunden!

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