Freitag, 5. Juni 2009

Gute Ideen kann man nicht planen, ...

... , deshalb müssen Pläne warten. Oder anders gesagt: Wie spontan wären wir, wenn wir Spontaneität planen könnten? Nun ohne die kleinen Zwischenfaelle – die bekanntlich das Salz in der Suppe sind – waere es ja auch ziemlich langweilig, sagt Helmut!
Aber ich finde so ab und zu koennte es auch mal ein bisschen langweilig sein. So alles nach Plan laufen und so ...

Na ja, aber dann waere mein Blog wahrscheinlich so eintoenig (Es ist Freitag und es ist nichts besonderes passiert. Das Wetter ist schoen.), dass ihn keiner lesen wollte. Also dann doch nicht.

Heute vormittag hat Helmut einen Teil des Wassers des Teiches ausgeschoepft und Algen gefischt und ihn dann wieder aufgefuellt. Ausserdem hat er die Fontaine wieder hoeher gestellt, in der Hoffnung dass so das Wasser mehr bewegt wird. Sieht auch schon besser aus und es sprudelt wieder wie einst im Mai (siehe Bild). Ist allerdings mehr ein Quickfix als ne Dauerloesung, doch fuer dem Moment muss es das mal tun.
Kaum damit fertig war es auch schon Zeit seine Mama zum Flughafen zu bringen.

Ich bin derweil bei der Arbeit gewesen und habe Papierkram erledigt (welches auch nicht ohne Zwischenfaelle ging). Ausserdem habe ich ueberraschend festgestellt, dass mein Urlaub sogar bis einschliesslich 19. Juni geht. Klasse, soviel habe ich gar nicht eingereicht, nehme ich aber dankend an, so habe ich dann noch ein bisschen Zeit wieder anzukommen. Helmut darf am 18. wieder Kerkermeistern.

Doch was rede ich vom Urlaubsende, erstmal muessen wir ihn ja anfangen! Und zur Vorbereitung auf die Abreise morgen habe ich heute nachmittag gepackt. Alles noetige und unnoetige, brauchbares und sinnloses, nachgedachtes und spontanes ...

Helmut hat noch schnell Rasen gemaeht, dem Nachbar erklaert wie er Vangelis fuettern muss und dann auch noch bisschen gewuehlt.

Also entgegen der gestrigen Erwartung – wo ich noch nicht viel darauf gewettet haette-, sehe ich eine gute Chance, dass wir morgen bei Zeiten vom Acker kommen – oder besser „on the road“! Profis halt ... ;-)

Donnerstag, 4. Juni 2009

Kurzfristig (?) widr dahoim ...

Ich akzeptiere das Chaos. Ich bin mir nicht sicher, ob es mich akzeptiert. (Bob Dylan)

Natuerlich war ich als erste wach. Falsch, Clyde war als erster wach, dann Bonny und dann ich – naemlich von den Gangstern geweckt. Also im „Schlafanzug“ raus und die Hunde geleert.
Spaeter, nachdem wir im Motel ein continental Breakfast hatten (sprich ‚suesse Stueckle’, Bluemchenkaffee, Kornflakes mit Milch und Waffel zum selbstbacken mit Sirup) sind wir noch mal kurz nach Bay City in die Stadt um fuer Heidi einen Badeanzug zu kaufen. In der entsprechenden Abteilung im Walmart traffen wir auf eine Verkaeuferin die uns gleich in deutsch - mit leichtem Akzent - angesprochen hat. Vor denen (Deutschen) ist man hier nirgends sicher ;-)

Dann endlich ging es an den Strand. Unser Lieblingsplatz in Matagorda war auch heute relativ leer. Den Hunden gefiel das natuerlich super und sie tollten in der Gegend rum (und schlafen heute nacht gut!).
Leider wurde unsere Badefreude getruebt, als uns ein Angler erzaehlte dass er ca. eine halbe Stunde vorher einen 8 Fuss langen Hai gesichtet hatte. Ob das Anglerlatein war oder stimmte wissen wir nicht, aber wir entschieden uns dass wir es nicht darauf ankommen lassen wollten. So tummelten wir uns einfach nur vorne in der Brandung.
Aber auch dieses Vergnuegen wurde getruebt. Aus irgendwelchen Gruenden war heute der Strand komplett Moskitoverseucht! Und die waren richtig aggressiv (wahrscheinlich weil nicht viel los war und sie so entsprechend wenig Blutspender fanden). Helmut – der eben ein ganz suesser ist – trifft es immer besonders uebel und bald hielten wir es nicht mehr aus. Da wir die Biester nicht verscheuchen konnten, verscheuchten sie eben uns – wir gaben auf und fluechteten.

Die Fahrt ging dann immer nach Norden weiter. Unterwegs ne kurze Mittagspause im Stehen und ein PP Halt, waren wir gegen 3 Uhr in Brenham. Hier gibt es nichts besonderes, ausser die Blue Bell Eisfabrik. Leser des Texas Newsletter erinnern sich vielleicht, dass wir hier schon mal waren. Natuerlich holten wir uns ein Eis – und ich holte mir sogar noch ne zweite Portion. Helmut freundete sich mit dem „Kuhmaedchen“ an ...



Dann noch in Huntsville an der Sam Houston Statue vorbei (ein riesen Teil, dass man ca. 20 Meilen weit schon sieht) und dann im Tiefflug nach Livingston.

Fazit, die Generalprobe verlief einigermassen (immerhin sind wir alle fuenf unbeschadet wieder angekommen), aber ich bin sicher das koennen wir noch besser. Alles war ziemlich improvisiert und somit etwas chaotisch ... Ach ja, wenn ich schon von chaotisch spreche:

Zuhause angekommen stellten wir fest, dass unser Gartenteich sich innerhalb von 48 Stunden in ein Paradies fuer Moskitos und Algen verwandelt hatte und wir hier noch eine Aktion starten muessen bevor es am Samstag los geht. Auch das noch!
Ausserdem stellten wir fest dass das einzige, was wir ueber unsere Reise wissen, ein ungefaehrer Plan der Route ist. Wobei Helmut sich inzwischen auch mal die Karte angeschaut hat und meinte ‚das ist aber knapp kalkuliert’ (nicht dass ich es schon immer wusste und Bedenken angemeldet haette, aber ich weiss dass er wirklich keine Zeit hatte ...). Genau genommen herrscht ueberhaupt noch das totale Chaos: Weisst Du wo die Kaffeekanne ist? Welchen Koffer/Tasche nehmen wir ueberhaupt? Neben wir dies und jenes mit? Wo soll dass alles hinpassen im Auto? Muessen wir noch einkaufen gehen? usw. ... aber das ist dann eine ganz andere Geschichte!

Ich beschliesse einfach mich dem heute Abend nicht mehr zu stellen, sondern - in Anbetracht meiner Muedigkeit (gaehn) und der Tatsache, dass um 3.30 Uhr der Wecker klingelt (ich muss um 5 bei der Arbeit sein) ins Bett zu gehen und alles andere wird sich dann schon finden ... verschieben wir's auf Morgen!

Mittwoch, 3. Juni 2009

Ich kenne keine Grenze ...

Ich kenne keine Grenze - außer der zwischen Himmel und Erde. (Anacharsis Cloot)

Los ging es in Richtung Houston auf der 59. Eine altbekannte Strasse fuer uns, da dies die Strecke zum Flughafen ist.
In Houston wollten wir Heidi die Wolkenkratzer zeigen und haben Downtown einmal umrundet (auf dem Freeway). Das hatten wir auch noch nie gemacht und es war wirklich interessant. Jetzt weiss ich endlich wo das Aquarium ist von dem mir schon Kollegen erzaehlt haben.
Wir haben uns nicht so lange aufgehalten und sind weiter Richtung Suedosten. Leider fing es ziemlich heftig an zu Gewittern und Heidi und die Hunde kniffen die Augen zu (untern Sitz kriechen ging nicht, da dort Material lagert).

Wegen des Regens haben wir uns dann auch den Besuch der Texas (Museumskriegsschiff) gespart und sind weitergeschwommen. Vorbei an Raffinerien, wobei bei Helmut und mir Erinnerungen an Three Rivers wach werden, wo wir (damals auf der Flucht vor RITA) eine Nacht neben einer solchen verbrachten (was sehr laut, sehr hell, nicht besonders wohlriechend ist).

Auch die Hartmann-Bridge – eine grosse Haengebruecke – geht in Regenschwaden unter. Tapfer pfluegen wir uns weiter und schon bald sehen wir ein Licht am Horizont. Es heisst nicht umsonst ‚If you don’t like the weather in Texas – wait a minute’!

An der Bucht von Galveston vorbei gen Sueden. Der Regen haelt bis Kemah; ein Touriort an eben dieser Bucht, der auf mich persoenlich null Reiz ausuebt, aber fuer die Amerikaner fuer Freizeit und Erholung steht (sprich Geld ausgeben und essen).

Ich gebe zu, dass wir diese Route ausgewaehlt haben, da wir schon ein wenig neugierig sind, ob man in Galveston wohl noch Spuren von IKE sieht. Und tatsaechlich, ein dreiviertel Jahr nach dem veherrenden Hurrikan ist er noch gegenwaertig. Zwar ist das Meiste wieder aufgebaut und voller Menschen, Leben und leider Autos, aber immer wieder sehen wir halb oder ganz zerstoerte Haeuser. Abgedeckte Daecher, viele Zu-Verkaufen-Schilder.
Nachdem wir schon wir schon ein ganzes Stueck durch die Stadt gefahren sind faellt mir noch eines auf: die Baeme (vor allem die grossen, die in der Strassenmitte stehen) sind nicht gruen. Kein Laub, keine Blueten, ja nicht mal wirklich braun – sie sind einfach grau!


Am Fishermans Wharf halten wir fuer eine PP (wirklich – siehe Beweisfoto); tja Sanni ...

Der Himmel ist bedeckt, aber es sind schlappe 28 Grad Celsisus. Entlang des Seawall Boulevard (rechts ist der Strand und der Golf von Mexico, links Hotels und Laeden) fahren wir nun in Richtung Westen. Helmut meinte dann: ich glaube der Verkehrt hat in der letzten halben Stunde zugenommen ... ich glaubte es erst nicht, aber dann sah ich es auch: dicke schwarze Rauchschwaden stiegen in den Himmel. Ein Grossbrand! Und wie immer locken solche „Attraktionen“ hunderte Schaulustige an. Wir nun wollten wirklich diese Strasse entlang und so
stauten wir fuer die naechste knappe Stunde an der Ungluecksstelle vorbei (habe inzwischen im Internet gelesen, dass dort ein Apartmenthaus in Brand geraten ist – zum Glueck keine Verletzten). Ungewollt waren wir so nicht nur life dabei, sondern auch mittendrin.

Endlich aus dem Verkehrschaos raus, haben wir einen kurzen Stopp an einer Public Beach gemacht, die Hunde ausgeleert und die Fuesse ins Wasser gesteckt.

Der Stau hat unseren urspruenglichen (Zeit)Pl
an etwas durcheinander gebracht, aber wir sind ja flexibel. Und mit nur einmal verfahren, einem Fahrerwechsel und einem kurzen – aber ergiebigen – Austausch zum weiteren Verlauf des Abends, checkten wir im Best Western in Bay City ein. Zum Abendessen gabs Pizza und Salat von Pizza Hut und ein Diet Wild Red fuer mich.

Und waehrend Helmut und ich nun noch auf dem Bett sitzen und die Internetverbindung ausnutzen, schlaeft Heidi schon und traeumt hoffentlich nicht von Gewittern, sondern vom Meer ...

On the road again

On the road again ...

... so jetzt haben wir fast alles gepackt (und sicher wie immer die Haelfte vergessen ;-) ! Aber wir sehen dass mal als ‚Generalprobe’ fuer unsere Vegas-Fahrt. Und da wir durch ein – zwar vielleicht nicht immer zivilisiert, aber dafuer umso konsumfreudigeres Land fahren, gibt es bestimmt unterwegs jemand der unser Geld nimmt ...

Hoffe heute abend im Motel dann auf Internet ...