Montag, 15. Juni 2009

Sei jedem Abschied voraus! (Rilke)

(Sonntag, 14.06.09) Ich war dem Abschied nicht wirklich voraus, aber ich wusste das er kommt – und zwar heute. So hiess es dann am Morgen packen! Ich wusste gar nicht mehr, wie schnell man so ein Zimmer in Unordnung bringen kann. Ausserdem wundere ich mich doch sehr ueber die Menge der einzupackenden Dinge. Haben wir wirklich soviel mitgebracht?

Und dann ist es auch schon langsam so weit. Alles ist im Auto verstaut. Wir setzen uns noch auf ne Cola auf die Terrasse – wie schnell man sich doch an alles gewoehnt – und dann heisst es Abschied nehmen. Bin traurig, dass wir schon fahren muessen. Ich waere gerne noch geblieben. Die Zeit ist so schnell vergangen und auch wenn nicht alles 100% reibungslos verlief (Helmut meinte, dass manchmal fuer uns doch ungewohnte Kindergeschrei wuerde er nicht so sehr vermissen ;-), so ist war es doch wirklich schoen.


Ich denke dann auch, wir haetten noch soviel unternehmen koennen. Dad hatte sich ja vorher wirklich die Muehe gemacht und ein paar Ziele rausgesucht, die man haette besuchen koennen. Er hatte fleissig recherchiert und so unter anderem eben den Schaufelraddampfer gefunden. Leider reichte die Zeit irgendwie fuer gar nicht viel.
Allerdings fand ich persoenlich es auch toll einfach mit meiner Familie zusammen zu sein, zu kochen und essen, zu quatschen und spielen und einfach sein. Wir sehen uns ja auch immer alle nur „once in a blue moon“ ...

An dieser Stelle noch mal Danke an alle fuer's kommen, fuer die tolle Zeit und vor allem Danke an meine Eltern, die diese wundervolle Idee hatten - und moeglich gemacht haben!!!

Das naechste Mal wird so ein Treffen wohl eher in Good old Germany stattfinden. Fuer uns „Amerikaner“ natuerlich reizvoll, aber ich schaetze bis zur Durchfuehrung wird wohl noch ein bisschen Wasser den Fluss runterfliessen ...

Bei uns stand zunaechst einmal die Suche nach einem Walmart auf dem Programm. Irgendwie war es dann doch hektisch beim Abschied und so hatten wir nicht einmal mehr ein Lunchbrot mitgenommen. Dank Rand McNally mit Walmart-Store-Guide fanden wir heraus, dass es in North Las Vegas einen geben sollte, der nicht allzuweit vom Freeway entfernt sei. Nun, wie das immer so ist, es war weiter als gedacht und es dauerte laenger als geplant ihn zu finden. Aber nach gut 1.5 – 2 Stunden waren war der Cooler wieder voll und wir auf der I-15 Richtung Norden.

Wir dachte uns ein bisschen Gegensaetzliches kann nicht schaden und legten unser neuerworbenes Hoerbuch ein: Mobby Dick. Und wie wir nun durch eher kahle, heisse Wuestenlandschaft fuhren, hoerten wir die Anfaenge der Geschichte, in denen ziemlich viel von Wasser, dem Ozean und Kaelte die Rede ist. Was fuer ein Kontrast.

Da wir bei der ersten Durchfahrt relativ schlechtes Wetter hatten, beschlossen wir noch mal durch den Zion National Park zu fahren. Mehr oder weniger lag er so oder so auf der Strecke. Nocheinmal bestaunten wir die Felsformationen und den speziellen Tunnel durch das Massiv.
Danach bogen wir dann nach Nordosten ab, Richtung Glen Canyon Dam bzw. Lake Powell. Dies ist neben dem Lake Mead (am Hoover Dam) ein weiterer Stausee des Colorado.
Je naeher wir diesem kommen je bizarrer wird die Landschaft. Rote Felsen wechselten sich mit weissen oder schwarzen, steil und abgehackt, dann wieder eher ausgewaschen. Dann eine Hochebene, dann wieder rauf und runter ... Faszinierend!

Und dann sahen wir ihn, liegen, den See. Blau inmitten eines roten Canyon, Lake Powell. Kleiner als Lake Mead, aber viel verwinkelter. Und uns faellt auf, wieviele Leute hier mit Booten rumfahren. Am See selber gibt es natuerlich die Marinas (kleine Haefen/ Bootsanlegestellen) und fuer die Beduerfnisse von Touristen ausgebaute Viewpoints etc.
Dann der Damm. Ein kurzer Stop am Visitor Center nur um festzustellen, das ist schon geschlossen. Da Helmut gerne ein Dam Tour machen wollte, beschliessen wir die Nacht in Page zu verbringen. Erst versuchten wir es am Campingplatz. Aber wir stellten fest, dass die Duschen und Clos hier mit einem Zahlencodeschloss versehen sind (durchaus ueblich), aber wir nirgends den Code dafuer finden konnten. Hm, was tun? Also auf ne Dusche kann man ja verzichten, aber ohne Clo? Und unser bester Dodge verfuegt leider ueber keines!


Auf der Suche nach dem Campingplatz hatten wir schon einen Walmart ausgemacht und so steuerten wie den jetzt als Uebernachtungsplatz an. Wir stellten schnell fest, das wir nicht die einzigen mit dieser Idee ware. Ein ganze Menge Camper standen schon herum, unter anderem ein Deutscher. Also ich meine einer mit deutschem Auto (zumdindest laut Kennzeichen – hinten und vorne – aus RO).

Noch mal kurz in Laden und die Restrooms besuchen, die Hundies fuettern, selbst eine Kleinigkeit essen und vor 10 Uhr war Feierabend und schlafen angesagt.

1 Kommentar:

  1. Country Roads take me home
    to the place we belong.

    wir wünschen Euch eine gute und sichere Heimreise

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